Depri-Blog

Burnout kam zuerst

Also Depri hast du, toll. Nun fragt man sich vielleicht, wie kommt es, dass man mental psychisch so in´s Loch fallen kann? Leider geht das offensichtlich schnell und vor Allem unbemerkt.

Ich denke, so wird es auch immer In Diskussionen, die sich um Depression drehen, gesagt, dass einen Großteil der Ursachen unser Leben und unser Umfeld bestimmen. Dies spiegelt natürlich nur meine persönliche Meinung wieder. Aber seien wir mal ehrlich: Heutzutage bist du immer erreichbar. Du bist auf Facebook, Twitter und wie sie alle heißen. Youtube, Spotify oder andere Musikdienste. Generell gesagt: Internet. Eine Flut von mails, Kommentaren, Freundschaftsanfragen, Twittermeldungen usw., usw.

Du hast dein Smartphone immer mit dabei, ich selbst habe mich schon erwischt, dass ich es mit auf die Toilette genommen habe. Und abends am Bett liegt es sowieso auch schon immer.

Dazu kommt die Arbeit: ständig musst du ansprechbar und präsent sein, immer mehr leisten für einen teilweise geringen oder gar kargen Lohn. Der Druck nimmt immer mehr zu, und seien wir mal ehrlich: der Mensch ist keine Maschine. Bei diesem Satz habe ich immer den großartigen Film von Charly Chaplin vor meinem geistigen Auge. Ein grandioser Film, der meiner Meinung nach heutzutage aktueller ist, denn je.

Gerade die Szene, wie der Großmeister des Stummfilms in das Räderwerk der Wirtschaft gerät, finde ich bezeichnend.

Und so ist es ja auch heute: du musst funktionieren ohne Rücksicht auf Verluste, ansonsten steht der Nächste der deinen Platz einnimmt, schon parat!

Eine mentale Belastung sondersgleichen.

Ich schweife ab… Da ich im öffentlichen Dienst arbeite, bei einem Entsorgungsbetrieb, werden sie sagen: naja die haben doch keinen Stress. Vor ca. 5 Jahren hätte ich Ihnen Recht gegeben. Mittlerweile befinde ich mich dort aber in diesem Räderwerk und muss sagen, dass die Zeiten sich offensichtlich geändert haben. Wir haben Stress, und den nicht zu knapp.

Leistungsvorgaben, Kontrollen wie bei der Stasi, Mobbing wenn man seine Pflicht nicht erfüllt, Rufbereitschaft und Winterdienste, Wochenendarbeiten, Seminare, Kurse, und, und, und. (Natürlich alles subjektive Eindrücke von mir aufgrund der Depression )

Nebenbei versucht man noch die Karriere anzukurbeln, geht, so wie ich, mit einer Bänderdehnung wochenlang zur Arbeit, ohne den Arzt aufzusuchen. Bloß nicht auffallen, bloß nicht ausfallen. Keine Widersprüche von sich geben, denn die Schlange hinter dir, die deinen Job will wird ja nicht kürzer.

Die Folge war eine logische Konsequenz. Krankheit- diverse körperliche Reaktionen- und letztendlich nach Monaten die Diagnose Burnout. Dieser steigerte sich nach weiteren Wochen in eine mittelschwere depressive Episode.

Der Mensch ist keine Maschine und braucht Luft zum Atmen 

Die Wirtschaft und die Industrie sollten das endlich einmal zur Kenntnis nehmen. Es kann nicht sein dass die Unternehmen Milliardengewinne auf dem Rücken der Mitarbeiter erzielen. und zwar solange, bis diese zugrunde gehen. Wenn ich dann noch von unserer Politik höre, das wir bis 70 arbeiten sollen… Prost Mahlzeit!

Versuch der Behandlung durch den Hausarzt

Wie dem auch sei, ich verkrümelte mich von der Arbeit als ich merkte das es langsam nicht mehr ging. Ich hatte diverse gesundheitliche Anzeichen, die ich viel zu lang ignoriert hatte, die aber für mich nicht auf Burnout schließen ließen.

Ich spazierte also zum Hausarzt. Ich zeigte meine Schuppenflechte an den Schienbeinen, die in den letzten Monaten fröhlich vor sich hin wuchs. Mittlerweile juckte das Vieh so stark, das ich mir die ganzen Beine, die außerdem täglich schmerzten von der Arbeit, blutig kratzte. Das war dann gar nicht mehr lustig weil das Jucken, das ich durch Kratzen bekämpfte, nun abgelöst wurde durch Schmerzen von aufgekratzten Beinen. Also gab´s ne Tube Salbe und ne Krankmeldung. Dies war natürlich nur die erste.

Es folgten mehrere weitere, weil die Flechte einfach nicht weichen wollte. Trotz täglichen Salbens, was für´n Schmierkram, blieb sie hartnäckig. Zwischendurch machte ich mir schon Sorgen weil ich eine Ahnung hatte, woher die Flechte kam. Seelischer Stress durch die Arbeit. Worum es ging ist letztlich unwichtig, allerdings habe ich bis zum Arzttermin viel zu lange gewartet. Und Stress der nicht therapiert wird, sammelt sich in dir an und reagiert und du findest dich im Burnout Syndrom wieder. Bingo, so war es bei mir auch. Meine Ärztin merkte meine Nervosität und Unruhe und überhaupt.

Nächste Diagnose nach der Flechte war dann auch: Burnout. Spätestens hier hätte ich wach werden müssen. Doch ich konzentrierte mich auf die Therapierung meiner Flechte und die schmerzenden Beine. Pillchen und Salbe, hier und da ne Untersuchung wegen der Beine. Alles Tippi Toppi, dachte ich. Läuft!

Denkste, je länger ich zu Haus war mit mir alleine, desto mehr begann das Grübeln. Mir fiel das auf, und im Gespräch fiel es auch der Ärztin auf. Sie schlug mir vor zum Psychotherapeuten zu gehen, um da oben mal aufzuräumen. Anfangs war ich skeptisch. Hey, ich bin ein Mann, die haben keine psychischen Sachen. Nur Krankheiten die man auch sehen kann, Kerle halt.

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Ich glaube wir Männer können uns in solchen Sachen nur schwer öffnen, muss man dabei doch sein Innerstes nach außen kehren. Und das auch noch beim Psychodoc. Die restlichen Gehirnzellen, die noch nicht prusteten vor Erschöpfung durch Grübeln, sagten ganz klar nein, brauchen wir nicht. Ich schob es erst einmal hinaus, war aber doch so schlau, auf Anraten und durch den Schubs meiner Frau, den Termin, den sie mir gemacht hatte, nicht sofort auszuschlagen. Und das war letztendlich auch gut so. Ich kann nur sagen: Männer, traut euch bei Bedarf!

Die depressive Episode

Ich ging nach weiteren Wochen, als der Termin anstand also zur Psychiaterin. (Glaub bloß nicht, das du innerhalb kurzer Zeit einen solchen Termin bekommst! Da läuft politisch auch etwas grundverkehrt!)

Das allererste Mal bei so einer Ärztin. Beklommenheit machte sich breit. „Was da wohl abgeht?“ Ich kam mir an dem Tag vor als stünde:“ Psychisch krank“ auf meiner Stirn. Bloß nicht auffallen auf dem Weg, Dirk, bleib ganz normal. Ich komme in der Praxis an. Die Helferin, älteres Baujahr, mit Brille auf der Nase, lugte dahinter hervor und sah mich an. „Bornemann“ sagte ich, ich habe einen Termin.

„Ach ja Herr Bornemann, dann setzen Sie sich bitte noch kurz, die Ärztin hat gleich für Sie Zeit. Und füllen Sie bitte dieses Formular aus!“

Sie drückte mir einen Din A 4 zettel in die Hand. Ich setzte mich im Wartezimmer. Es war leer, außer mir niemand da. Erstmal Durchatmen.
Ich las mir den Zettel durch: Wahnsinn was da alles gefragt wurde. Kurzform: Wie fühlen Sie sich, schlafen sie noch oder grübeln sie schon? Und wie steht es mit Ihren Selbstmordgedanken? Diese und andere offensichtlich wissenswerte Sachen galt es zu beschreiben.

Nun ja, ich gab mir Mühe, alles wahrheitsgemäß zu beantworten. Ich malte mir die schrecklichste Bilder aus, nachdem ich den Zettel durch hatte. Glücklicherweise wurde ich kurz darauf schon zur Ärztin gerufen. Leicht schüchtern trat ich in Ihr Sprechzimmer. Zu meiner Überraschung empfing sie mich sehr freundlich, mit ruhiger Stimme sprechend.

Dann kam der Moment, wo ich endlich meinen ganzen Ballast loswurde. All die Gedanken, die man sich gemacht hatte, und bei denen man sich auf der Stelle drehte. Die körperlichen Beschwerden, welche die ganze Geschichte mit sich brachte. Ich packte aus sozusagen. Der Frust, die Enttäuschung, die Verzweifelung der letzten Monate. Alles kam auf den Tisch. Ich merkte, wie sich meine körperliche Anspannung der letzten Monate löste. Es war Klasse!

Sie saß nur da und hörte zu… Ich glaube das ist auch so ein Problem unserer Zeit: Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und niemand hört dir wirklich zu.

Als ich fertig war offenbarte Sie mir das Ergebnis des Fragebogens, den sie zwischendurch überflogen hatte.

„Wenn ich das so lese haben Sie eine mittelschwere depressive Episode, Herr Bornemann“

Bums, das Ding hatte gesessen!

Mittelschwer, oha! F32.1 G wie der Fachbegriff dafür lautet.

Hallo? Ich? eine depressive Episode? Und was ist das überhaupt und wieso hab ich das nicht gemerkt? Ok, ich merkte die letzte Zeit, das einiges im Argen war, aber so etwas? Das kommt ja gleich nach Depression, dachte ich. Und ich soll depressiv sein? Das hatte ich mir immer ganz anders vorgestellt. Gemerkt habe ich es auf jeden Fall nicht wirklich.

„Ja wenn ich mir ansehe, was sie alles angekreuzt, bzw. aufgeschrieben haben….“

Ach du liebe Zeit dachte ich, das war es dann wohl. Leben zu ende, Deckel drauf und fertig!

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Weiterführende Maßnahmen und Medikamente

Als erstes holte die Ärztin den Rezeptblock heraus. Bupropion sollte von nun an meine tägliche Spaßpille werden.

Wiki meldet dazu:

Bupropion (vor 2000 Amfebutamon) ist ein selektiver Dopamin– und Noradrenalin– (geringfügig auch Serotonin-) Wiederaufnahmehemmer (NDRI). Es wird als Antidepressivum und zur Raucherentwöhnung eingesetzt.

Ohh dachte ich, Dopamin habe ich schon einmal gehört. Glückshormone? keine Ahnung, irgendwie so etwas.

Übrigens auf die rauchentwöhnende Wirkung warte ich bis heute vergebens. Schade…

Neben den Pillchen bot mir die Ärztin an, an einer Arbeitsgruppe mitzuwirken. Es ginge darum, meine Arbeitsfähigkeit festzustellen. Prima dachte ich, vielleicht finden wir dabei heraus, was mit den Beinen los ist bei mir. Das waren ja ernstzunehmende Schmerzen,die auch diagnostiziert werden mussten. Auch ein Punkt, der mir auf die Psyche schlug.

Da kam mir der Verein der Ärztin doch gerade Recht. Ich willigte also ein. Zudem empfahl sie mir noch die Teilnahme an einem Anti-Stress-Kurs, für den sie mich anmelden wollte.

Ich nahm das ganze Paket und wir verabschiedeten uns bis zum nächsten Termin in ein paar Wochen.

Puhh das war eine Menge Tobak an diesem Tag, doch ich war froh und glücklich, einen Schritt weiter zu sein. Erleichterung machte sich in mir breit, ich stand mit meinen Problemen nicht mehr alleine da. Ich hatte eine Ärztin, die auf meiner Seite war! Großartig!

Die „kann ich überhaupt noch arbeiten“ Gruppe

Ich machte mir ernsthafte Gedanken, warum ich bei der Arbeit immer diese Schmerzen in den Beinen bekam. Das  mußte ich nun langsam mal herausfinden, was da los war.

Also machte ich einen Termin bei der besagten Gruppe. Ich fuhr hin und wollte mir den Laden einmal ansehen. Nach freundlicher Begrüßung zeigte man mir die Einrichtung. Ich sage extra Einrichtung, da sie für mich den Eindruck einer Behindertenwerkstatt machte. Es gab verschieden Räume. In einem standen Pc´s, im nächsten eine Werkbank in der Mitte und viele Holz Bearbeitungswerkzeuge. Im nächsten Raum  saßen ca. 6 Menschen einzeln jeweils an einem großen Tisch und bastelten…

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Ich schluckte, sagte aber zunächst nichts. Die Dame, die mich herumgeführt hat, setzte sich mit mir zum Gespräch. Im Verlauf des Gespräches merkt ich sehr schnell, das meine Erwartungen an diese Gruppe überhaupt nicht erfüllt wurden. Keine Rede davon, dass sich jemand, so wie ich es dachte, mit mir meine Arbeitsumgebung analysiert und feststellt, ob ich das noch machen kann oder nicht, sondern vielmehr sollte ich hier in mehreren Sitzungen etwas basteln und so beweisen, das ich mich für Stunden konzentrieren und meine Arbeit machen könne.

Als Beispiel legte sie mir selbstgebastelte Handytaschen aus Leder vor.

AHHHHHH dachte ich, ich muss jetzt schreien! Was soll ich hier? Denen brennt doch hier der Helm.

Bitte nicht falsch verstehen, es gibt sicherlich Menschen, für die diese Einrichtung hilfreich ist und das finde ich gut, aber ich war hier definitiv falsch. Kurzerhand fragte ich die Dame direkt, ob es denn auch so ablaufen könnte wie ICH mir das vorgestellt hatte? Sie verneinte dies und daraufhin zog ich meinen persönlichen Schlußstrich unter diese Sache. Ich kam mir fehl am Platz vor und verließ das Etablissement.

 

Herumsitzen zu Hause- was macht man jetzt bloß?

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Meine Ärztin gab mir noch mit auf den Weg, das es für mich jetzt an der Zeit und dringlich angeraten wäre, zur Ruhe zu kommen.

Ok dachte ich, du mußt jetzt sowieso erst einmal warten bis die Spaßpillen wirken und dein Zustand sich bessert. Sie sagte mir nämlich auch noch, das die Pillchen nicht sofort wirken, sondern das sie ein paar Tage bis Wochen brauchen, bis man eine deutliche Verbesserung spürt.

Na gut, von der Ärztin verordnete Freizeit klingt ja eigentlich nicht schlecht. Wenn nur diese innere Unruhe endlich mal verschwinden würde, und ebenso das Grübeln von morgens bis abends jeden Tag. Nach ein paar Tagen hatte ich so ziemlich alle aktuellen TV Serien durch, und Filme auch. Das TV Programm an sich kannst du sowieso tagsüber voll in die Tonne treten. Außer Hartz 4 TV gibt es da nicht viel. Und Hartz 4 TV kommt mir gar nicht erst auf den Fernseher.

Was blieb? Richtig, der PC. Zu den Geräten habe ich eh eine Neigung, ich beschäftige mich gern damit. Also machte ich mich täglich auf den Weg ins Netz. Musik dazu, Kaffee, alles supi.

So nach und nach merkte ich, das meine Laune sich besserte, ebenso wurde das Grübeln weniger, da ich mir am PC auch eine sinnvolle Beschäftigung suchte. Ich wurde nämlich Autor. Doch dieser depri-blog kam erst viel später auf den Plan, ich startete mit etwas anderem.

Aus meiner dunklen Vergangenheit gab es einen Krankheitsgeschichte von mir, die sich ganz gut für ein Buch eignen würde. Der Alkoholismus und seine Folgen.

Achtung Schleichwerbung: das Buch trägt den wunderschönen Titel Vollrausch und zurück.

Erschienen bei Amazon Kindle und dort auch als Druckversion.

Dies ist ein Buch, das ich im Jahre 2002 begonnen hatte. Damals nach meiner Suchterkrankung, die beinahe tödlich ausging. Nun war der richtige Zeitpunkt die olle Schwarte zu überarbeiten und zu veröffentlichen. Vielleicht lässt sich ja damit sogar noch ein wenig Taschengeld verdienen, denn ein Besteller wird es bei dem speziellen Thema sicherlich nicht.

Und mein Arbeitgeber wußte ja nun sowieso schon Bescheid, bei der Anmeldung zum BEM- die Story kommt noch- , hatte ich es ihm gesagt, das ich Alkoholiker bin, wenn auch seit 20 Jahren trocken. Also brauchte ich das nun auch nicht mehr unter dem Tisch zu halten, zumal sich das in unserer Firma sowieso über den Flurfunk verbreiten wird wie nur irgendwas.

Mein lieber Mann, 20 Jahre schon, eine lange Zeit, um auf das Thema zurückzukommen…

Die wochenlange Arbeit an dem Buch tat mir gut. Es lenkte ungeheuer ab, wenngleich es doch auch hier und da schmerzlich war, die Vergangenheit wieder ins Bewusstsein zu holen.

Und so war ich natürlich auch mega stolz, als ich mein eigenes Buch endlich bei Amazon hochgeladen hatte und das erste Mal die Website aufrufen konnte, die mein Werk zeigte! Dies wäre dann wohl mein Nachlass für die Welt! Ok, andere hinterlassen Haus und Familie, aber ich halt nicht. Ich habe nur mein Buch. Einen  kleinen Einblick in die dafür nötige Arbeit gibt es hier.

Kleines Fazit:

Ich will damit nur sagen, dass man, wenn man sich in einer depressiven Episode oder einem Burnout befindet, sich eine sinnvolle Beschäftigung, die einem Spaß macht, suchen sollte. Du kannst einfach nicht ganztägig auf der Couch herumliegen und Trübsal blasen und hoffen das sich etwas verbessert. Das wird nicht funktionieren. Du musst schon ein Stück weit selber aktiv werden und dich aus dem Sumpf herausziehen.

 

An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön

maus

Ich möchte hier und jetzt die Gelegenheit nutzen und einmal ein riesengroßes Dankeschön einfügen.

Danke Maus, dass du zu mir gehalten hast. Obwohl du eigene Probleme hattest, warst du immer für mich da. Hast mich bestärkt, mir Mut gemacht, mir Hoffnung gegeben. Es ist insbesondere für einen Mann nicht einfach, so eine Leidensphase, wie ich sie habe, durchzustehen. Mit körperlichen Gebrechen kann sich ein Mann arrangieren. Mentale Sachen jedoch sind für Männer glaube ich nur schwer zu ertragen.

Der Rückhalt durch dich, den ich mir sonst in meinem Leben meist durch die Arbeit holte, war und ist so immens wichtig, ich weiß nicht was ohne diesen geworden wäre. Ich kann das gar nicht hoch genug schätzen. Vielen, vielen Dank Maus…. Samstag geht´s zum Griechen, geht alles auf meinen Deckel 😉

Bussi

 

Kleingewerbe anmelden

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Nachdem das Buch fertig und hochgeladen war musste ich nun erst einmal ein Kleingewerbe anmelden. Dieses Kapitel ist relativ unspektakulär. Du liest dich ein wenig schlau, gehst zum Gewerbeamt und meldest ein Kleingewerbe an. Von nun an darfst du dann halt auch dein Buch offiziell verkaufen. Natürlich gehört da noch mehr zu. Ich war bei meinem Steuerberater und habe mich über meine Möglichkeiten informieren lassen. Ein Kleingewerbe, wie funktioniert das? Was muss man alles beachten? Wann kommt das Finanzamt? Ich hatte schon mal gehört das Gewerbetreibende Vorsteuern auslegen müssen oder so. Also quasi Geld an den Fiskus bezahlen, was man noch nicht einmal mit seinem Gewerbe eingenommen hat. Sowas Blödsinniges wollte ich natürlich nicht. Also sagte mir die Steuerberaterin, ich solle einen Onlinehandel als Kleingewerbe anmelden. Da wäre das Finanzamt weit weg, zumindest die ersten zwei Jahre, wo man sieht, ob es läuft oder nicht. Die Idee fand ich gut, vielleicht kann man ja auf Amazon noch andere Dinge als nur das Buch verkaufen? Ich war sofort Feuer und Flamme. Na klar, warum nur das olle Buch anbieten? Online kann man doch fast alles verkaufen heutzutage? Und die Arbeit, die man da reinstecken muß, ist auch überschaubar, dachte ich. Wir füllten zusammen das Anmeldeformular aus. Allein dafür hat sich der Steuerberater schon gelohnt. Was ich absolut vermeiden will dabei, ist „teure“ Fehler zu machen. Und der Steuerberater kennt sich schließlich aus. So ging ich also mit der neuen Idee nach Hause. Am nächsten Tag spazierte ich in das Gewerbeamt und machte die ganze Sache sozusagen „amtlich“. Wer nix wagt, der nix gewinnt, sagte ich zu mir selbst.

Das ging ja fix. Keine Ahnung was da noch alles auf mich zukommen würde. Die Bürokratie würde mich nun erschlagen befürchtete ich, und ich hatte Recht.

Lies selbst!

 

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